§ 4 TierSchG
Paragraph 4 Tierschutzgesetz

(1) Ein Wirbeltier darf nur unter wirksamer Schmerzausschaltung (Betäubung) in einem Zustand der Wahrnehmungs- und Empfindungslosigkeit oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund anderer Rechtsvorschriften zulässig oder erfolgt sie im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, so darf die Tötung nur vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat.


(1a) Personen, die berufs- oder gewerbsmäßig regelmäßig Wirbeltiere zum Zweck des Tötens betäuben oder töten, haben gegenüber der zuständigen Behörde einen Sachkundenachweis zu erbringen. Wird im Rahmen einer Tätigkeit nach Satz 1 Geflügel in Anwesenheit einer Aufsichtsperson zum Zweck des Tötens betäubt oder getötet, so hat außer der Person, die die Tiere betäubt oder tötet, auch die Aufsichtsperson den Sachkundenachweis zu erbringen. Werden im Rahmen einer Tätigkeit nach Satz 1 Fische in Anwesenheit einer Aufsichtsperson zum Zweck des Tötens betäubt oder getötet, so genügt es, wenn diese den Sachkundenachweis erbringt. Die Sätze 1 bis 3 gelten nicht für das Betäuben zum Zweck des Tötens und das Töten von Wirbeltieren, die zur Verwendung in Tierversuchen bestimmt sind oder deren Organe oder Gewebe dazu bestimmt sind, zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet zu werden.


(2) Für das Schlachten eines warmblütigen Tieres gilt § 4a.


(3) Für das Töten von Wirbeltieren, ausschließlich um ihre Organe oder Gewebe zu wissenschaftlichen Zwecken zu verwenden, gilt § 7a Absatz 2 Nummer 1 entsprechend. Hunde, Katzen und Primaten dürfen zu wissenschaftlichen Zwecken nur getötet werden, soweit sie entweder für einen solchen Zweck oder für eine Verwendung in Tierversuchen gezüchtet worden sind. Abweichend von Satz 2 kann die zuständige Behörde, soweit es mit dem Schutz der Tiere vereinbar ist, das Töten von Tieren, die nicht nach Satz 2 gezüchtet worden sind, genehmigen, soweit

1.
nach Satz 2 gezüchtete Tiere mit den Eigenschaften, die für den jeweiligen Zweck erforderlich sind, nicht zur Verfügung stehen oder
2.
die jeweiligen wissenschaftlichen Zwecke die Verwendung von Tieren erforderlich machen, die nicht nach Satz 2 gezüchtet worden sind.


Benachbarte Paragraphen


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Mitteilung nach § 4 Abs. 3 TierSchG

https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Landwirtschaft/Documents/Mitteilung4Tie...
Mitteilung nach § 4 Abs. 3 TierSchG. (Tötung von Tieren zu wissenschaftlichen Zwecken). Alle Paragraphenangaben beziehen sich auf das Tierschutzgesetz (TierSchG) bzw. die Tierschutz-Versuchstierverordnung (TierSchVersV) in der jeweils geltenden Fassung.

Aufzeichnungen §29-TierSchVersV finalFU

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8a Abs. 1 Nr. 3b TierSchG; Organ-/Gewebsentnahme zu wissenschaftlichen /diagnostischen Zwecken. § 8a Abs. 1 Nr. 4 TierSchG; Eingriffe und Behandlungen zur Aus- Fort und Weiterbildung. § 4 Abs. 3 TierSchG: Für das Töten von Wirbeltieren, ausschließlich um


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Sachkundelehrgang „Nagerbekämpfung“ (Mäuse und Ratten) gemäß. § 4(1) Tierschutzgesetz. (1) inklusive Zertifikatsschulung für berufsmäßige Anwender. (Nachweis über besondere Sachkenntnisse zur Anwendung/Ausbringungvon Rodentiziden/ Antikoagulantien gemäß

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Empfehlungen zum Verfassen von Mitteilungen nach §4 Abs. 3 ...

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12.08.2015 - Empfehlungen zum Verfassen von Mitteilungen nach §4 Abs. 3 TierSchG an der Eberhard Karls Universität Tübingen. (Töten von Wirbeltieren, ausschließlich um ihre Organe oder Gewebe zu wissenschaftlichen. Zwecken zu verwenden). Die Tötung von T

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Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz ...

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Tiere für andere in einem Tierheim oder in einer ähnlichen Einrichtung zu halten. (§11 Abs.1 Nr.3 TierSchG). Tiere in einem Zoologischen Garten oder einer anderen Einrichtung , in der Tiere gehalten und zur Schau gestellt werden, zu halten (§ 11 Abs.1 Nr


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Tierschutzgesetz Deutschland: § 4 - Tier und Natur

http://www.tierundnatur.de/tsg-pa04.htm
Dritter Abschnitt. Töten von Tieren. § 4. (1) Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen

Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Durchführung des ...

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Eine Sachkundebescheinigung nach § 4 Abs. 2 der Tierschutz-Schlachtverordnung gilt daher unmittelbar als Sachkundenachweis im Sinne des § 4 Abs. 1a. ..... Für alle anderen Maßnahmen nach dem Tierschutzgesetz einschließlich der Rücknahme oder des Widerruf

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  • Verortung im TierSchG

    TierSchGDritter Abschnitt: Töten von Tieren › § 4

  • Zitatangaben (TierSchG)

    Periodikum: BGBl I
    Zitatstelle: 1972, 1277
    Ausfertigung: 1972-07-24
    Stand: Neugefasst durch Bek. v. 18.5.2006 I 1206, 1313;

  • Hinweise zum Zitieren

    Als Referenz auf das TierSchG in einer wissenschaftlichen Arbeit

    § 4 TierSchG
    § 4 Abs. 1 TierSchG oder § 4 Abs. I TierSchG
    § 4 Abs. 2 TierSchG oder § 4 Abs. II TierSchG
    § 4 Abs. 3 TierSchG oder § 4 Abs. III TierSchG
    § 4 Abs. 4 TierSchG oder § 4 Abs. IV TierSchG

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